INTERREG-Projekt

Grenzüberschreitende Umweltbildungsarbeit im oberösterreichisch-bayerischen Böhmerwald

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Logo - Grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Nationalparke Šumava und Bayerischer Wald
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Motivation:

Als biogeografische Region beherbergt der Böhmerwald große Natura-2000-Areale. Auf österreichischer Seite sind das etwa der Böhmerwald und die Mühltäler, auf bayerischer Seite zum Beispiel der Nationalpark Bayerische Wald. Auch der an beide Gebiete angrenzende Nationalpark Šumava ist Teil des Natura-2000-Netzes. Die Motivation des Projekts besteht darin, diese Schutzgebiete durch Umweltbildungsarbeit zusammenzubringen. Die Waldschule Böhmerwald, ein gemeinnütziger Verein auf österreichischer Seite, und das Jugendwaldheim, die älteste Umweltbildungseinrichtung im Nationalpark Bayerischer Wald, kooperieren dabei. Dabei sollen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Schutzkategorien sowie Bewirtschaftungsformen mittels Bildungsarbeit an die regionale Bevölkerung transportiert werden. Außerdem soll über Biodiversität in all ihren Facetten inklusive deren Relevanz für die ganze Region informiert werden. Damit wollen die Projektpartner verdeutlichen, wie notwendig ein grenzüberschreitendes Netz an Schutzgebieten ist, um Arten- und Lebensraumvielfalt zu erhalten.

Projektziele:

Ziel des Projekts ist es, den Böhmerwald durch gemeinsame Umweltbildungsarbeit zu vernetzen und verbindende Strukturen für eine langfristige Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen und deren Partnern aufzubauen und zu gestalten. Die Vernetzung erfolgt auf verschiedenen Ebenen der bestehenden Institutionen:

  • Als direkte Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen Böhmerwaldschule und Jugendwaldheim
  • Vernetzung von bayerischen und österreichischen Schulklassen über die Teilnahme an einem gemeinsamen Projekt
  • Gemeinsame, grenzüberschreitende Lehrerfortbildungen
  • Schulung und Weiterbildung der Naturvermittler und Waldführer zur Umsetzung der neuen Programme

Die Zielgruppen sind dabei breit gefächert. So sollen neben Besuchern der Region auch die Bevölkerung angesprochen werden, insbesondere Schulklassen aller Stufen. Eine besondere Rolle spielen dabei die österreichischen Naturvermittler sowie die bayerischen Nationalparkwaldführer, da sie die tatsächliche Bildungsarbeit an beiden Einrichtungen mit umsetzen. Sofern möglich soll der Nationalpark Šumava in die Arbeit integriert werden, da er die beiden Projektpartner nicht nur räumlich sondern auch inhaltlich verbindet.

Umsetzung des Projekts

Bildungsprogramme zu Biodiversität: Im Mittelpunkt des Projekts steht die gemeinsame, inhaltliche Ausarbeitung von sechs Umweltbildungsprogrammen. Ausgangspunkt der Programme ist das Leitthema Biodiversität mit seinen Aspekten Artenvielfalt, Vielfalt der Gene sowie Vielfalt der Lebensräume. Darauf aufbauend werden zu weiteren fünf Themen Bildungsmaterialien erarbeitet, die sich am Leitthema Biodiversität orientieren. Diese Bildungsprogramme werden gemeinsam durch die Mitarbeiter der Böhmerwaldschule und des Jugendwaldheims inhaltlich ausgestaltet. Anschließend werden die entwickelten Programme und Materialien in Pilotmaßnahmen getestet und umgesetzt. Dazu werden zum Beispiel Forschertagebücher entwickelt, mit denen vor Ort im Gelände die gesammelten Entdeckungen festgehalten werden können. Die Gestaltung der neuen Programme geschieht dabei auf Basis vorhandener Forschungsergebnissen, die auf beiden Seiten gesammelt, ausgewertet und für die Umweltbildungsarbeit aufbereitet werden. Eine große Rolle spielt dabei das Erforschen selbst, um die Bildungsarbeit so nahe wie möglich an reale Bedingungen zu führen. Dazu besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Forschungsprojekten in der Region. Damit knüpft das Projekt an das 2009 gestartete Interreg-Projekt Natur-Mensch-Technik im Jugendwaldheim an und erweitert dessen Inhalte.


 

Bauliche Vorhaben: Rund um das Jugendwaldheim entstehen regensichere Unterstände, zum Beispiel ein Waldschneckenhaus. Dadurch bietet sich am Jugendwaldheim die Möglichkeit, unabhängiger vom Wetter im Wald mit den Gruppen zu arbeiten und damit das Gelände nahezu ganzjährig zu nutzen. Diese Unterstände bieten kleinen Gruppen von bis zu zwölf Kindern Platz für kreatives Arbeiten.

Gestaltung von Informationstafeln zu Natura 2000: Die zentralen verbindenden Elemente des Projekts sind die Natura-2000-Schutzgebiete. Im Rahmen des Projekts wollen die Partner über die Gestaltung von Informationstafeln auf das europaweite Schutzgebietsnetz Natura 2000 aufmerksam machen, vor allem sollen Besonderheiten und Unterschiede der Gebiete herausgestellt sowie Bevölkerung und Besucher für die Thematik sensibilisiert werden. Der Fokus liegt dabei auf den Schutzgütern und Lebensraumtypen, die den Böhmerwald besonders auszeichnen.

Finanzierung:

  • INTERREG Österreich - Bayern 2014 – 2020
  • EU-Mittel (EFRE)

Ansprechpartner

Elisabeth Frank
Projekt-Betreuung
Elisabeth.Frank@npv-bw.bayern.de

Kooperationspartner

Veröffentlichungen

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