Tschechische Forststudenten auf Exkursion im Nationalpark Bayerischer Wald

Pressemitteilung Nr. 065/12

Datum: 10.05.2012

Tschechische Forststudenten im Nationalpark: Hier bewundern sie im Urwaldrelikt Watzlikhain die seltene Lungenflechte auf einer am Boden allmählich vermodernden Riesenbuche.

Tschechische Forststudenten im Nationalpark: Hier bewundern sie im Urwaldrelikt Watzlikhain die seltene Lungenflechte auf einer am Boden allmählich vermodernden Riesenbuche.

Prag Hauptbahnhof: einsteigen - Bayerisch Eisenstein Grenzbahnhof: aussteigen. Diese Zugfahrt war immer bei Skifahrern beliebt: Zur Abfahrt nach Špičák oder zum Arber, zum Langlaufen nach Zwieselerwaldhaus. Heute ist die Verbindung nicht nur für Sportler attraktiv - Naturliebhaber wissen sie zunehmend zu schätzen.

Unlängst stieg wieder eine Gruppe tschechischer Forststudenten aus dem Zug in Bayerisch Eisenstein aus - direkt zum Eintauchen in den Nationalpark Bayerischer Wald um den Hochberg. Die Wochenendexkursion zur Waldökologie kann hier „gleich hinter den Gleisen anfangen“, denn diesmal sind die Teilnehmer in der Schwellhäuslhütte untergebracht. Bereits unterwegs zeigt eine alte Eibe deutlich, dass die Wälder nicht ganz gewöhnlich sind.

Nicht zum ersten mal fand so eine Exkursion in den Nationalpark statt - es ist die vierte und definitiv nicht die letzte. „An der Fakultät seien diese Veranstaltungen schon langsam berühmt - berüchtigt“, freut sich der Organisator Dozent Miroslav Svoboda. Auf zwei längeren Ganztagswanderungen, geführt vom ehemaligen Studenten der Fakultät und zur Zeit tschechischer Mitarbeiter des Nationalparks, Pavel Storch, wurden die Wälder auf der „anderen“ Seite des Grenzkamms unter die Lupe genommen.

Zuerst führte der Weg in die Hochlagen um den Falkenstein, am zweiten Tag dann in die Gegend von Lusen und Rachel. Die Stärke des Exkursionsortes Bayerwald: „Naturkräfte bei der Waldpflege zu nutzen, dass hört man im Studium oft, doch hier sieht man sie ungestört wirken.“ so Jaroslav Červenka, einer der Studenten. Man sieht auch die Extreme, sei es Windwurf, Borkenkäfer oder auch Kahlschläge. „Wer zwei Tage lang im Gelände aufmerksam zuschaut, der braucht oft keine Erklärungen mehr“, so Pavel Storch.

Währed der drei Tage haben die Studenten vieles gesehen, unvergesslich bleiben z.B. die Spuren von tierischen Grenzgängern, dem Luchs und Auerhuhn. Müde, aber voller Eindrücke steigen die Studenten spät abends aus dem Zug im Prager Hauptbahnhof.

Einige hat die Begeisterung schon gepackt. Im Herbst fängt ein Prager Student mit dem Praktikum im Nationalpark an, andere überlegen eine grenzüberschreitende Diplomarbeit zu schreiben.

Rainer Pöhlmann

 

Bildunterschrift

Tschechische Forststudenten im Nationalpark: Hier bewundern sie im Urwaldrelikt Watzlikhain die seltene Lungenflechte auf einer am Boden allmählich vermodernden Riesenbuche.

Foto Jaroslav Červenka


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