Ausstellung Gletscher im Treibhaus nur noch bis 9. November

Pressemitteilung Nr. 157/08

Datum: 24.10.2008

(Pö) Wenn am 9. November abends die Tore des Besucherzentrums Hans-Eisenmann-Haus bis zum 25. Dezember geschlossen werden, endet auch die Ausstellung „Gletscher im Treibhaus“ in Form einer erschütternden fotografischen Zeitreise in die alpine Eiswelt. Mit der Gegenüberstellung eindrucksvoller Fotos der Gletscherwelt in den Alpen aus früheren Zeiten und heute treten Wolfgang Zängl und Sylvia Hamberger von der Gesellschaft für ökologische Forschung einen erschütternden Beweis über die Klimaerwärmung auf unserer Erde an und benennen auch die Ursachen.

Die einstigen Eisriesen wurden durch einen rasanten Temperaturanstieg in unseren Breiten in oft nur wenigen Jahrzehnten zu kümmerlichen, unansehnlichen schwarzen Gletscherresten degradiert. Als Sehnsuchtsbilder waren die vergletscherten Gipfel des Hochgebirges Inbegriff scheinbar unberührter Natur. Die heutige Realität sieht anders aus: Das „ewige Eis“ wird durch die Folgen der Erderwärmung zum hoch gefährdeten Gebiet. Einzigartige Landschaften gehen verloren.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts – dem Beginn der Industrialisierung – gehen die Alpengletscher mit bislang ungekannter Geschwindigkeit zurück. Sie verloren in 125 Jahren, von 1850 bis 1975, im Mittel etwa die Hälfte ihres Volumens. Seitdem, also in nicht einmal 40 Jahren, sind weitere 20 bis 30 Prozent des Eisvolumens abgeschmolzen. Gehören wir zur letzten Generation, die die großartigen Eisriesen noch bewundern kann?

Die Ausstellung von Wolfgang Zängl und Sylvia Hamberger von der Gesellschaft für ökologische Forschung ist bei freiem Eintritt während der Öffnungszeiten des Besucherzentrums Hans-Eisenmann-Haus täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr bis einschließlich 9. November zu sehen.

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