Sprachpaten und Flüchtlinge erkunden Nationalpark

Umweltbildungsteam und Landratsamt ermöglichen spannenden Tag auf dem Seelensteig und im Waldspielgelände

Pressemitteilung Nr. 54/2017

Datum: 14.06.2017

Warum heißt der Zunderschwamm eigentlich Zunderschwamm? Beim feurigen Experiment fanden die Flüchtlinge und ihre Sprachpaten die Antwort. (Foto: Thies Hinrichsen/Nationalpark Bayerischer Wald)

Warum heißt der Zunderschwamm eigentlich Zunderschwamm? Beim feurigen Experiment fanden die Flüchtlinge und ihre Sprachpaten die Antwort. (Foto: Thies Hinrichsen/Nationalpark Bayerischer Wald)

Spiegelau.  „Was stellt ihr euch eigentlich unter einem Nationalpark vor?“ Die zehnjährigen Samia aus Syrien antwortet ohne zu zögern: „Alles lassen, wie es ist.“ Da kann das Umweltbildungsteam nur nicken, beschreibt das doch treffend die Philosophie des Nationalparks Bayerischer Wald – Natur Natur sein lassen.  Gemeinsam mit 16 anderen geflüchteten Kindern und ihren elf Sprachpaten aus dem ganzen Landkreis Freyung-Grafenau taucht Samia auf dem Holzbohlenweg des Seelensteiges bei Spiegelau dann auch in den entstehenden Naturwald ein. Die Gruppe staunt nicht schlecht, als Umweltbildungsreferent Lukas Laux etwa die Bedeutung von Totholz für die Artenvielfalt oder die feurigen Verwendungsmöglichkeiten des Zunderschwamms erklärt.

Mit vielen Eindrücken im Gepäck geht‘s später mit dem Igelbus ins Waldspielgelände. Nach der ausgiebigen Picknick-Pause helfen die beiden FÖJler Paula Moosbauer und Thies Hinrichsen sowie Commerzbank-Umweltpraktikantin Cathleen Kertscher den Naturerlebnispfads mit allen Sinnen zu erkunden. An einer Station wird die natürliche Filterfunktion des Bodens erklärt. Anderorts können sich die Kinder beim Weitsprung mit Waldmaus, Baummarder oder Eichhörnchen messen. Und auf dem Barfußpfad werden mit Händen und Füßen die Naturmaterialien des Waldes blind erfühlt.

Sowohl die Kinder als auch die erwachsenen Sprachpaten waren mit viel Spaß bei der Sache und genossen den lehrreichen Sonnentag im Nationalpark. Organisiert wurde der Ausflug von Christian Fiebig, Koordinator für Ehrenamtliche im Bereich Asyl am Landratsamt Freyung-Grafenau, in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung.

 

Bildunterschrift:

Warum heißt der Zunderschwamm eigentlich Zunderschwamm? Beim feurigen Experiment fanden die Flüchtlinge und ihre Sprachpaten die Antwort. (Foto: Thies Hinrichsen/Nationalpark Bayerischer Wald)


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