Für Orientierung sorgen

Andreas Moosbauer und seine Arbeit im Dienst der Besucher

Eintrag Nr. 25/2020
Datum:


Andreas Moosbauer in der Schreinerei in Altschönau. Foto: Annette Nigl
Andreas Moosbauer in der Schreinerei in Altschönau. Foto: Annette Nigl

So sehen die fertigen Wegweiser in natura aus. Foto: NPV
So sehen die fertigen Wegweiser in natura aus. Foto: NPV

Altschönau. Auf den Wegweiser nach Waldhäuser und Guglöd gehört ein Radweg-Piktogramm. Nach Riedlhütte führt nur ein Fußweg, und zwar die Wanderlinie „Fuchs“. Mit schnellen Griffen hat Andreas Moosbauer die quadratischen Markierungen an den verschiedenen Holzarmen angeschraubt. In den nächsten Tagen wird er den Wegweiser in der Nähe von Spiegelau aufstellen. „Der Pfosten, der bisher dort stand, musste erneuert werden“, erzählt der 39-jährige Finsterauer, der im Servicezentrum Lusen für den Bau der Wegweiser zuständig ist.

Dass er einmal im Nationalpark arbeiten will, stand für Andreas Moosbauer schon als Jugendlicher fest. Seine Großväter waren hier angestellt und auch sein Vater. „Ich war schon immer gern im Wald.“ Nach einer Schreinerlehre konnte er 1999 im Nationalpark als auszubildender Forstwirt anfangen, arbeitete dann als Holzhauer und später im Betriebshof. Als 2013 die Stelle in der Schreinerei neu zu besetzen war, nutzte Andreas Moosbauer die Chance – und tauschte die Motorsäge gegen die Fräsmaschine.

Nun ist er derjenige, der im Altpark die Wegweiser baut. Die Schrift muss ins Holz gefräst und anschließend gestrichen werden. Die richtigen Piktogramme gehören montiert, darüber hinaus hat jeder Wegweiser eine Nummer und ist in einem Standortverzeichnis registriert. Eng arbeitet Andreas Moosbauer mit den Kollegen aus dem Sachgebiet Besuchermanagement zusammen. „Wenn es neue Markierungen gibt oder Wanderwege verlegt werden, bekomme ich Bescheid – und passe die Wegweiser entsprechend an.“

Andreas Moosbauer bringt die letzte Markierung an, der Wegweiser ist fertig. Und er mit seiner Arbeit in der Schreinerei in Altschönau für diesen Tag auch. Sein Rucksack ist bereits gepackt, Außendienst ist angesagt. „Ich bin auch für die Kontrolle der Wegweiser zuständig.“ Heute wandert er auf der Markierung „Ahorn“ von Spiegelau bis zur Racheldiensthütte. Diese Dienstzeit genießt der 39-Jährige sehr. Denn ihm bereitet nicht nur sein Handwerk Freude. „Unsere Natur hier im Nationalpark mit den verschiedenen Arten, die wir hier haben, begeistern mich jeden Tag aufs Neue.“

 

Dieser Artikel ist ein Auszug des Jubiläumsmagazins "50 Jahre Nationalpark".

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