Tipps für den Nationalpark-Besuch im Sommer und Herbst

Der Natur zu Liebe auf markierten Wegen bleiben - Baden, Lagerfeuer und Wildcampen verboten

Eintrag Nr. 43/2021
Datum:


Rund 350 Kilometer lang  ist das markierte Wanderwegenetz im Nationalpark. Hier können Besucher die wilde Natur im Schutzgebiet entdecken und genießen. Foto: Sandra Schrönghammer
Rund 350 Kilometer lang ist das markierte Wanderwegenetz im Nationalpark. Hier können Besucher die wilde Natur im Schutzgebiet entdecken und genießen. Foto: Sandra Schrönghammer

Rad fahren ist im Nationalpark nur auf markierten Radwegen erlaubt. Davon gibt es über 200 Streckenkilometer im Schutzgebiet. Foto: Annette Nigl
Rad fahren ist im Nationalpark nur auf markierten Radwegen erlaubt. Davon gibt es über 200 Streckenkilometer im Schutzgebiet. Foto: Annette Nigl

Beim Nationalparkbesuch gilt es, einige Regeln zu beachten. So ist nicht nur das Baden in den Gewässern, die im Schutzgebiet liegen, verboten, sondern auch das Wildcampen und das Anzünden von Lagerfeuern. Foto: Annette Nigl
Beim Nationalparkbesuch gilt es, einige Regeln zu beachten. So ist nicht nur das Baden in den Gewässern, die im Schutzgebiet liegen, verboten, sondern auch das Wildcampen und das Anzünden von Lagerfeuern. Foto: Annette Nigl

In den Hochlagen kann das Wetter auch im Sommer und Herbst schnell umschlagen kann. Daher muss unbedingt auf eine passende Ausrüstung geachtet werden. Foto: Karl Klostermann
In den Hochlagen kann das Wetter auch im Sommer und Herbst schnell umschlagen kann. Daher muss unbedingt auf eine passende Ausrüstung geachtet werden. Foto: Karl Klostermann

Grafenau. Egal ob die Wälder noch sattgrün oder bereits schon gelb und rot verfärbt sind – der Nationalpark Bayerischer Wald ist sowohl im Sommer als auch im Herbst ein attraktives Ziel für Wanderer und Radfahrer. Bei einem Besuch gilt es allerdings einige Regeln zu beachten. Mit diesen sieben Tipps kommen Sie perfekt durch die Sommer- und Herbstsaison:

1) Der Natur zu Liebe auf den markierten Wegen bleiben!

Grundsätzlich gibt es im Nationalpark zwei verschiedene Kategorien von markierten Wegen. Auf Rundwegen, die durch ein Tiersymbol auf gelbem Untergrund gekennzeichnet sind, kommen Wanderer stets zurück zum Ausgangspunkt. Streckenwege, gekennzeichnet durch Pflanzensymbole auf weißem Untergrund, führen von A nach B. Darüber hinaus gibt es noch einige Fernwanderwege, zum Beispiel den zertifizierten Qualitätswanderweg Goldsteig oder den Europäischen Fernwanderweg E6, mit Spezialsymbolen.

Von 15. Juli bis 15. November ist es im Nationalpark auch erlaubt, nicht markierte Wege – sogenannte sonstigen Wege und Steige - zu benutzen. Allerdings ist hier eine gute Ortskenntnis von Nöten. Der Umwelt zu Liebe empfehlen wir daher, auf markierten Wegen zu bleiben und so unsere wilde Natur zu schonen.

Video zum Thema: Kabarettist Martin Frank erklärt als Ranger Frank die wichtigsten Verhaltensregeln auf dem YouTube-Kanal des Nationalparks im Video.

Touren-Tipps: Legale Tipps für spannende Ausflüge im Nationalpark Bayerischer Wald haben wir in unseren Touren-Tipps gesammelt.

2) Wildcampen, Lagerfeuer und Baden sind verboten

Auch wenn warme Sommertage und -nächte dazu einladen, möglichst viel Zeit in der Natur zu verbringen, gibt es einige Regelungen, die man beachten muss. Ein davon ist, dass das Baden in allen Gewässern des Nationalparks aus Naturschutzgründen verboten ist.

Auch wildes Campieren in der Natur ist im Nationalpark Bayerischer Wald – wie etwa auch in den Alpen – nicht erlaubt. Zeltplätze gibt es aber im direkten Nationalparkumfeld. Informationen dazu gibt es bei der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald.

Offenes Feuer ist im Nationalpark ebenfalls verboten. Nur an den vier eigens dafür eingerichteten Grillplätzen und Feuerstellen darf ein Feuer gemacht werden. Die Lage der Grillplätze ist auf unserer Unterseite Spiel- und Grillplätze verzeichnet. Bei Gruppen ab 15 Personen ist für die Grillplätze bei Waldhäuser, Spiegelau und Mauth eine telefonische Anmeldung im Hans-Eisenmann-Haus (08558/96150), für den Grillplatz bei Zwieslerwaldhaus im Haus zur Wildnis (09922/50020) erforderlich. Kosten fallen hierdurch nicht an.

3) Rücksicht auf andere nehmen!

Damit das Miteinander von Wanderern und Radfahrern gut funktioniert, müssen alle aufeinander Rücksicht nehmen. Das heißt zum Beispiel, dass Rad fahren nur auf markierten Radwegen erlaubt ist. Nur an einigen Stellen im Schutzgebiet verlaufen Rad- und Wanderwege auf derselben Trasse. Dort sollten Wanderer nie die ganze Wegbreite ausnutzen - und Radfahrer stets bremsbereit sein.

Video zum Thema: Ranger Robert Stockinger erklärt alles Wichtige zum Miteinander von Radfahrern und Wanderern auf dem YouTube-Kanal des Nationalparks im Video.

4) Keinen Müll zurücklassen!

Müll hat in der Natur nichts zu suchen. Abfall braucht teilweise nicht nur mehrere Jahrzehnte, um sich zu zersetzen, er ist auch gefährlich. So können gerade kleinere Tiere durch Müll verletzt oder sogar darin gefangen werden. Auch Waldbrände werden immer wieder durch achtlos weggeworfenen Abfall ausgelöst. Deshalb gilt immer: Alles, was Sie in den Nationalpark hineintragen, tragen Sie bitte auch wieder mit nach Hause und entsorgen den Abfall dort. Danke!

Ein Wort zum Hundekot: Hunde können ihre Notdurft abseits der Wege gern im Nationalpark verrichten. Dies kann dann dort einfach liegen gelassen werden. Erledigt der Vierbeiner sein Geschäft auf dem Weg, sollten Besucher dafür sorgen, dass die Hinterlassenschaft entweder abseits des Weges befördert wird oder in einen Hundekotbeutel wandert. Diese haben übrigens weggeworfen in der Natur nichts verloren, sie müssen daheim im Abfalleimer entsorgt werden. Im Nationalpark gibt es mit Ausnahme der Tier-Freigelände keine Möglichkeiten zur Entsorgung von Hundekotbeuteln!

5) Lärm vermeiden!

Bitte bewegen Sie sich mit der gebotenen Ruhe in der Natur. Das laute Abspielen von Musik oder generelles Lärmen führt zu einer erhöhten Störung der Tierwelt. Auch Luchs, Rothirsch und Co. haben ein Recht auf ein bisschen Stille im Wald.

6) Auf die Ausrüstung achten!

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist ein Mittelgebirge, in dessen Hochlagen das Wetter auch im Sommer und Herbst schnell umschlagen kann. Daher muss unbedingt auf eine passende Ausrüstung geachtet werden! Im Rucksack dürfen folgende Dinge bei jeder Tour nicht fehlen: (digitale) Karte, Getränke, vollständig aufgeladenes Mobiltelefon, Erste-Hilfe-Set, ausreichend warme Schlechtwetterkleidung und eine Stirnlampe. Vorab einen Blick auf den Wetterbericht zu werfen, schadet ebenfalls nicht. Linktipp dazu: In Kooperation mit der MeteoGroup gibt's auf der Nationalpark-Homepage eine Vorhersage der Wetterstation am Großen Falkenstein.

7) Das Tageslicht ausnutzen!

Versuchen Sie bitte für ihre Ausflüge im Nationalpark Bayersicher Wald nur die hellen Stunden des Tages zu nutzen, um der Natur genügend nächtliche Ruhe zu gönnen. Prinzipiell ist es zwar erlaubt, das markierte Wanderwegenetz rund um die Uhr zu nutzen, die Störung der Tierwelt in den Nachtstunden hat jedoch starke negative Einflüsse. Werden empfindliche Tiere durch grelle Stirnlampen, laute Geräusche & Co. in kalten Nächten aufgeschreckt, erhöht das deren Stresslevel signifikant. Der durch die Flucht verursachte Energieverlust kann im Extremfall sogar zum Tod tierischer Waldbewohner führen.   

 Danke dafür, dass Sie mithelfen, unsere bezaubernde Landschaft in ihrer naturbelassenen Schönheit zu erhalten!

Hinweis zur Corona-Pandemie:

Bitte beachten Sie auch die aktuellen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Alle Infos dazu finden Sie in unserem Blog-Artikel "Coronavirus: Diese Einschränkungen gibt es im Nationalpark“.

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