Der Herr der Gebäude

Manfred Feucht über seine Arbeit als Gebäudemanager der Nationalparkverwaltung

Eintrag Nr. 18/2020
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Manfred Feucht am alten Forsthaus in Scheuereck. Foto: Annette Nigl
Manfred Feucht am alten Forsthaus in Scheuereck. Foto: Annette Nigl

Auch das Verwaltungsgebäude gehört zu Feuchts Aufgaben. Foto: Gregor Wolf
Auch das Verwaltungsgebäude gehört zu Feuchts Aufgaben. Foto: Gregor Wolf

Scheuereck. „Der Besprechungsraum wäre im Erdgeschoss ideal.“ Während Manfred Feucht telefoniert, hantiert er mit dem großen Gebäudeplan. Auf dem staubigen Tisch im sonst leeren alten Forsthaus in Scheuereck kann er das Papier schließlich ablegen und dem Architekten die konkreten Daten durchgeben. Die Renovierung des alten Gebäudes ist das neuste Projekt, mit dem sich der 58-Jährige beschäftigt. Nachdem das Haus jahrelang nicht genutzt wurde, soll es nun wiederbelebt werden. Als ein Sitz der Nationalpark-Wacht.

Dazu ist aber noch einiges an Arbeit nötig. Die Fenster müssen erneuert werden, genauso die Heizung.  Das alte Treppenhaus soll bleiben, „aber der Windfang muss weg“, sagt Manfred Feucht. Wenn es um Gebäudemanagement geht, kennt sich in der Nationalparkverwaltung keiner so aus wie er. 17 Jahre hat der Diplom-Ingenieur in der Stadt Freyung im Bauamt gearbeitet bis er zum Nationalpark gekommen ist. Und hier hat Manfred Feucht, der in Falkenbach bei Freyung lebt, alle Hände voll zu tun.

Über 150 Liegenschaften – angefangen vom einfachen Schuppen bis hin zum Verwaltungsgebäude – sind im Besitz des Nationalparks Bayerischer Wald. Hier reißt die Arbeit nicht ab, ständig wird ein Gebäude umgebaut oder renoviert. Was Manfred Feucht dabei ganz besonders gefällt, sind die abwechslungsreichen Aufgaben. „Keine Maßnahme gleicht der anderen, immer wieder sind andere Ansprüche gefragt“, sagt Feucht und denkt an die Sanierung des Bärenhauses im Tier-Freigelände. „Da hat man es dann schon mit anderen Vorgaben zu tun als bei einem Stellplatz für Wohnmobile.“

Manfred Feucht schließt die Türe des alten Forsthauses in Scheuereck wieder zu. Für die ersten Umbaumaßnahmen ist alles in die Wege geleitet, weiter geht es zum Betriebshof in Kreuzstraßl. Feucht will noch einmal die fertige Holzlagerhalle besichtigen. Doch zuvor fällt sein Blick auf den Gipfel des Falkensteins. Denn auch solche kurzen Momente sind ein Grund, warum er gerne im Nationalpark beschäftigt ist. „Es ist für mich ein Privileg und eine Motivation, im Dienst der Natur zu arbeiten.“

 

Dieser Artikel ist ein Auszug des Jubiläumsmagazins "50 Jahre Nationalpark".

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