LIFE for MIRES – Leben für Moore: Grenzüberschreitende Revitalisierung von Mooren zur Unterstützung der Biodiversität und des Wasserhaushalts im Šumava und im Bayerischen Wald

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Logo des Projekts Life for Mires

 

Motivation:

Moore sind faszinierende Lebensräume. In den über Jahrtausende gewachsenen Hochmooren herrschen extreme Lebensbedingungen: Es ist nass, sauer und nährstoffarm. Nur hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten können dort – und zwar nur dort – überleben. Durch menschliche Nutzung hat der Lebensraum Moor in der Vergangenheit jedoch stark gelitten. Entwässerung, Aufforstung und Torfabbau haben auch den Mooren im Bayerischen Wald und Böhmerwald empfindlich zugesetzt. Doch Moore sind nicht nur wichtig für die Artenvielfalt – sie erfüllen durch die Speicherung von Kohlenstoff in ihrem Torfkörper unter anderem auch eine wichtige Funktion für den Klimaschutz. Im Nationalpark Bayerischer Wald wurden bereits seit den 1980er-Jahren viele ehemals entwässerte Moorstandorte renaturiert, zuletzt in einem kürzlich abgeschlossenen LIFE+ Projekt . Mit dem Projekt „LIFE for MIRES“ geht der Moorschutz grenzüberschreitend weiter.

Projektziele:

Hauptziel des Projekts ist die Renaturierung von Mooren, Feuchtgebieten und des natürlichen Wasserhaushalts auf einer Fläche von über 2000 Hektar, zudem soll der Lebensraum des Birkhuhns (Tetrao tetrix) verbessert werden. Diese Maßnahmen werden durch die Projektpartner Nationalpark Šumava und BUND Naturschutz in Bayern e.V. durchgeführt. Auf der Seite des Nationalparks Bayerischer Wald stehen vor allem Monitoring und Öffentlichkeitsarbeit im Fokus. So sollen Auswirkungen von Moorrenaturierungen auf den Wasserhalt in der Landschaft, den Kühleffekt der Feuchtgebiete und die Artenvielfalt untersucht werden. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, verschiedenen Zielgruppen den faszinierenden Lebensraum Moor und seine Bedeutung für Mensch und Natur zu vermitteln.

Methodik:

Die Entwicklung der Wasserstände und Vegetation in bereits renaturierten Mooren im Nationalpark Bayerischer Wald wird mittels Pegelmessungen und Vegetationsaufnahmen in Dauerbeobachtungsflächen untersucht. Zudem wird ein neues Verfahren zur satellitengestützten Analyse des Kühlungseffekts von Moorrenaturierungen in Zusammenarbeit mit der Universität Budweis und dem Nationalpark Šumava getestet. Der Öffentlichkeit wird das Thema Moorschutz durch vielfältige Aktionen näher gebracht: So werden Programme für Schulen entwickelt, verschiedenste Bildungsmaterialien und ein Buch veröffentlicht – und Freiwillige können bei Moorrenaturierungs-Tagen direkt zur Rettung der Böhmerwald-Moore beitragen.


Finanzierung:

  • LIFE (EU-Förderinstrument für die Umwelt – 60 Prozent)

Ansprechpartner:

Claudia Schmidt
Projektbetreuung
Claudia.Schmidt@npv-bw.bayern.de

Kooperationspartner:

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