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Die Natur als Lernort nutzen

Rita Gaidies über ihre Arbeit als Umweltpädagogin im Nationalpark

Eintrag Nr. 14/2020
Datum:


Rita Gaidies in ihrem Element – Kindern die Natur nahezubringen. Foto: Annette Nigl
Rita Gaidies in ihrem Element – Kindern die Natur nahezubringen. Foto: Annette Nigl

Diese Libellenlarve ging den Kindern ins Netz. Foto: Cathleen Kertscher
Diese Libellenlarve ging den Kindern ins Netz. Foto: Cathleen Kertscher

Glashütte. „Was hast du denn da erwischt?“ Rita Gaidies, die Leiterin des Jugendwaldheims „Wessely Haus“, steht zusammen mit Viertklässlern am hauseigenen Teich. Keschern ist heute angesagt. „Was ist das?“, fragt ein Mädchen, während sie ihren Fang begutachtet. Rita Gaidies gibt einen Tipp: „Das ist eine Larve von einem Tier das fliegt – aber es ist kein Schmetterling.“ Es dauert eine Weile, bis die Kinder auf die Libelle kommen. Und dann entdecken sie noch viel mehr: Kaulquappen, Bergmolche und Posthornschnecken. Die Kinder sind begeistert und lernen viel dazu. „Und genau das ist ja unser Ziel.“

Rita Gaidies (63) genießt die Zeit, in denen sie Kindern etwas beibringen kann. Als Leiterin des Hauses sitzt sie oft im Büro und beschäftigt sich mit Verwaltungsangelegenheiten. Viele Umbau- und Renovierungsmaßnahmen wurden in den vergangenen Jahren umgesetzt. Für die Schulklassen, die ins Jugendwaldheim kommen, muss sie individuelle Programme erstellen. Darüber hinaus gilt es immer wieder Interreg-Projekte oder Umweltbildungskonzepte zu erarbeiten und abzuwickeln. „Im letzten Projekt ging es darum, Kindern und Jugendlichen Artenvielfalt näherzubringen“, erklärt Rita Gaidies. Eine Arbeit, die ihr großen Spaß macht. „Vor allem dann, wenn ich die Konzepte mit den Kindern in der Praxis ausprobieren kann.“

Dann fühlt sich Rita Gaidies, die in Siebenellen in der Nähe von St. Oswald wohnt, ihrem eigentlichen Beruf wieder sehr nahe. Sie ist Lehrerin. Nach dem zweiten Staatsexamen hätte sie nach München gehen sollen. „Das kam für mich nicht in Frage. Ich wollte in der Region bleiben.“ Sie begann im Hans-Eisenmann-Haus an der Theke zu arbeiten, zehn Jahre später war sie pädagogische Fachkraft und 2005 übernahm sie die Leitung vom Wildniscamp am Falkenstein. „Seit 2008 bin ich nun im Jugendwaldheim“, sagt sie zufrieden.

In dem Moment kommt eine Schulklasse von ihrem Walderlebnistag zurück. Die Kinder lachen und sind gut gelaunt, es hat allen großen Spaß gemacht. Das ist Musik in Rita Gaidies Ohren. „Die positive Rückmeldung – das ist unsere Motivation.“

 

Dieser Artikel ist ein Auszug des Jubiläumsmagazins "50 Jahre Nationalpark".

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