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Schüler und Lehrer mit ins Boot geholt

Thomas Michler betreut das Projekt der Nationalpark-Schulen

Eintrag Nr. 12/2020
Datum:


Thomas Michler bei einer Lehrer-Fortbildung. Foto: Annette Nigl
Thomas Michler bei einer Lehrer-Fortbildung. Foto: Annette Nigl

Alle Nationalpark-Schulen an einer Wand. Foto: Annette Nigl
Alle Nationalpark-Schulen an einer Wand. Foto: Annette Nigl

Zwieslerwaldhaus. Es regnet in Strömen. Dicke Wassertropfen hängen an den frisch ausgetriebenen Buchenblättern. Am Wanderweg entlang des Baches Deffernik in der Nähe von Zwieslerwaldhaus bilden sich langsam große Pfützen. Unterwegs ist an diesem trüben Tag kaum jemand. Außer Thomas Michler, Mitarbeiter in der Umweltbildung im Nationalpark Bayerischer Wald. „Einem Biber macht so ein Wetter doch auch nichts aus“, scherzt der 40-jährige Sozialpädagoge und reicht ein Fell dieses Tieres herum. Heute ist er mit 32 Lehrern von Nationalpark-Schulen unterwegs, die sich zum Thema Biber fortbilden und Informationen aus erster Hand möchten.

Und diese bekommen sie bei Thomas Michler. Seit 2007 arbeitet er beim Nationalpark in der Umweltbildung und hat im Jahr 2011 zusammen mit Christian Burghart, dem Konrektor der Mittelschule Zwiesel, das Kooperationsprojekt der Nationalpark-Schulen für die Landkreise Freyung-Grafenau und Regen ins Leben gerufen. „Die Idee war, dass sich Schule und Schutzgebiet verbinden und gemeinsam Projekte umsetzen“, erklärt Michler und erinnert sich an den Start. „Wir haben mit drei Schulen begonnen und es hat zwei Jahre gedauert, bis wir weitere Partner für die Idee gewinnen konnten.“ Heute ist das Interesse an dem Projekt groß. „Die Anzahl ist auf zehn Partnerschulen beschränkt - und diese Höchstgrenze ist seit dem Jahr 2017 erreicht.“

1500 Schüler nehmen seitdem jährlich an verschiedensten Programmen, Aktionen, Führungen und Vorträgen teil. „Jede Schule wird gebeten, eine Ecke im Schulhaus zu gestalten, in der der Nationalpark präsentiert wird.“ Darüber hinaus finden regelmäßig Lehrerfortbildungen zu den verschiedensten Themen statt.

Wie eben zum Biber. Thomas Michler bleibt an einem umgefallenen, morschen Baum stehen und weist den Lehrern den Weg. „Hier geht es weiter“, sagte er und schiebt einen Fichtenast zur Seite. „Dort hinten hat man den besten Blick auf den Biberteich und die Burg.“ Der Boden ist nass und matschig. Nur wer gute Schuhe anhat, kommt weiter. Doch dies nimmt jeder gern in Kauf - für die Informationen aus erster Hand.

 

Dieser Artikel ist ein Auszug des Jubiläumsmagazins "50 Jahre Nationalpark".

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