Wie viel Vermenschlichung verträgt der Wald?

Wissenschaftlicher Vortrag beleuchtet Wohllebens Bild auf den Wald aus psychologischer und ethischer Perspektive

Pressemitteilung Nr. 05/2018

Datum: 09.01.2018

Die vermenschlichende Darstellung des Waldes ist Thema eines wissenschaftlichen Vortrags am Donnerstag, 18. Januar, im Waldgeschichtlichen Museum. (Foto: Thomas Michler / Nationalpark Bayerischer Wald)

Die vermenschlichende Darstellung des Waldes ist Thema eines wissenschaftlichen Vortrags am Donnerstag, 18. Januar, im Waldgeschichtlichen Museum. (Foto: Thomas Michler / Nationalpark Bayerischer Wald)

St. Oswald. Die vermenschlichende, also anthropomorphe, Darstellung des Waldes ist ein Stilmittel in Peter Wohllebens Bestsellerbuch „Das geheime Leben der Bäume“. Aus naturwissenschaftlicher Perspektive muss diese Betrachtung jedoch kritisch hinterfragt werden. Auch, wenn der bekannte Autor damit einen von seinen Lesern geschätzten emotionalen Zugang zur Natur bewerkstelligt.

Prof. Dr. Arne Dittmer (Uni Regensburg) und Prof. Dr. Ulrich Gebhard (Uni Hamburg) beschäftigen sich aus psychologischer und ethischer Perspektive in ihrem wissenschaftlichen Vortrag am Donnerstag, 18. Januar, mit anthropomorphen Waldinterpretationen. Sie werden den Zuhörern vermitteln, dass diese nicht mit naturwissenschaftlichen Erklärungen verwechselt werden dürfen, sondern nur als Symbolisierung verstanden werden können, die einen emotionalen Zugang zur Natur anbahnt. Wohllebens Herangehensweise könne aber durchaus die Wertschätzung der Natur positiv beeinflussen und biete Anlässe für kritische Reflexionen über naturwissenschaftliche sowie kulturelle Naturdeutungen.

Bei dem Vortag am 18. Januar um 19 Uhr im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald werden vor diesen Hintergründen Impulse für einen aufgeklärten Umgang mit vermenschlichenden Naturinterpretationen gegeben. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

 

Bildunterschrift: Die vermenschlichende Darstellung des Waldes ist Thema eines wissenschaftlichen Vortrags am Donnerstag, 18. Januar, im Waldgeschichtlichen Museum. (Foto: Thomas Michler / Nationalpark Bayerischer Wald –  Freigabe nur in Verbindung mit dem Veranstaltungshinweis)


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