Den Tieren zuliebe: Kein Feuerwerk auf Bayerwald-Gipfeln

Zu Silvester auf Raketen und Böller im Nationalpark Bayerischer Wald verzichten

Pressemitteilung Nr. 050/15

Datum: 23.12.2015

Mit Rücksicht auf das Auerhuhn und andere störempfindliche Tierarten bittet die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald, zum Jahreswechsel auf Raketen und Böller im Nationalpark zu verzichten. Bild(er): Sascha Rösner, NPV BW

Mit Rücksicht auf das Auerhuhn und andere störempfindliche Tierarten bittet die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald, zum Jahreswechsel auf Raketen und Böller im Nationalpark zu verzichten. Bild(er): Sascha Rösner, NPV BW

Auch Auerhühner wünschen sich einen entspannten Jahreswechsel: Zwar zählen die Bayerwald-Gipfel Falkenstein, Rachel und Lusen seit Jahren zu den beliebtesten Treffpunkten in der Nationalpark-Region für eine stimmungsvolle Silvesternacht. Dennoch bittet die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald im Interesse der Natur eindringlich darum, zum Jahreswechsel auf Raketen und Böller im Nationalpark zu verzichten.

Vor allem in den Höhenlagen des Nationalparks um Falkenstein, Rachel und Lusen leben verschiedene störempfindliche Tierarten, etwa das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn. Das gleißende Licht von Feuerwerk und der laute Donnerschlag von Böllern lässt die sensiblen Tiere panikartig flüchten. Besonders bei niedrigen Temperaturen verlieren die Auerhühner dabei dramatisch an Energie – nicht selten das sichere Todesurteil für die sensiblen Tiere.

Deshalb bittet die Nationalparkverwaltung alle Parknachbarn und Besucher, bei ihrer Silvesterfeier im Nationalpark unbedingt Rücksicht auf die Natur zu nehmen. Und noch einen guten Vorsatz würde sich die Parkverwaltung für 2016 wünschen: Nachdem von Herzen gerne im Nationalpark auf das neue Jahr angestoßen werden kann, sollten Feiernde hinterher ihre leeren Flaschen samt Verschlüssen wieder mit nach Hause nehmen. „In diesem Sinne wünschen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparks Bayerischer Wald allen Parknachbarn und Gästen einen guten Rutsch in ein glückliches und gesundes neues Jahr 2016“, sagt Nationalpark-Leiter Dr. Franz Leibl.

Hintergrund

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist der erste und älteste Nationalpark in Deutschland und zugleich eines der größten Waldgebiete Mitteleuropas. 1970 gegründet und 1997 erweitert erstreckt sich der Nationalpark heute auf rund 24.250 Hektar in den niederbayerischen Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen. Damit ist das Schutzgebiet größer als Liechtenstein, San Marino, Monaco und der Vatikan zusammen. Etwa 7.300 Tier- und Pflanzenarten sind im Bayerischen Wald bereits nachgewiesen. Vermutlich leben aber doppelt so viele Arten im Nationalpark. Mit rund 1,3 Millionen Besuchern pro Jahr und fast 200 Beschäftigten in der Verwaltung ist der Nationalpark Bayerischer Wald Tourismusmagnet und Jobmotor der Region.

Bildunterschrift(en)

Mit Rücksicht auf das Auerhuhn und andere störempfindliche Tierarten bittet die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald, zum Jahreswechsel auf Raketen und Böller im Nationalpark zu verzichten. Bild(er): Sascha Rösner, NPV BW

Pressefoto(s)

www.nationalpark-bayerischer-wald.de/aktuelles/presse/mediathek


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