Wiedersehen im Wildniscamp

Pressemitteilung Nr. 019/13

Datum: 11.02.2013

Die Jugendlichen aus den grenzüberschreitenden Nationalparkregionen trotzten dem schlechten Wetter beim Aufstieg zum Falkenstein nach dem Motto: Hauptsache, wir haben uns gemeinsam wiedergesehen

Die Jugendlichen aus den grenzüberschreitenden Nationalparkregionen trotzten dem schlechten Wetter beim Aufstieg zum Falkenstein nach dem Motto: Hauptsache, wir haben uns gemeinsam wiedergesehen

Wir sehen uns wieder! Dieser Satz war im August 2012 im Wildniscamp am Falkenstein oft zu hören. Ein gelungenes 10-tägiges Sommercamp endete damals, und 30 Kinder bzw. Jugendliche fuhren in alle Richtungen davon- sie stammten aus Deutschland und Tschechien, jeweils aus einer grenzüberschreitenden Nationalparkregion: Böhmisch - Sächsische Schweiz, Podyjí - Thayatal, oder Bayerischer Wald und Sumava. Da auch das Team vom Wildniscamp am Falkenstein von den Jugendlichen und deren Engagement und Ausdauer begeistert war, hatte man ein spezielles Geschenk vorbereitet – eine Einladung im Winter.

Es war nicht nur ein Wiedersehen miteinander, sondern auch mit dem Wildniscamp am Falkenstein. Diese einmalige Umweltbildungsstätte hat „ganz nebenbei“ das Herz der Jugendlichen und deren Betreuer aus den Nationalparken voll und ganz erobert.

Treffpunkt für das gemeinsame Wochenende war der Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein. Von dort ging es zu Fuß auf dem sog. „Bahnhofssteig“ durch die wilden Wälder des Nationalparks, an der riesigen Tanne im Hans Watzlik Hain vorbei. Das Wetter zeigte sich zwar alles andere als einladend. Trotzdem hat sich kaum jemand davon abhalten lassen, die erste Etappe zu Fuß zu bewältigen. Unterwegs wechselten sich Schneeballschlachten mit Betreuern und Erklärungen zu dem was unterwegs zu sehen war ab … frische und ältere Käferbäume, ehrwürdige Buchenriesen, ein bunter Kleiber …  „Schau mal was dort leuchtet“ rief Anna Vršková aus Podyjí, als Sie kurz vor der Dämmerung in der Vogelbeerenallee bei Zwieselerwaldhaus standen: es war das Wildniscamp das in Sichtweite gekommen war.

Am nächsten Tag waren auf der Wanderung zum Falkenstein schon Schneeschuhe vonnöten, abends ruhten die Beine am offenen Kamin bei Gitarre und Böhmischen Liedern. Am Sonntag stürmten dieselben Beine in wilden Spielen auf dem Gelände des Wildniscamps. „Mit diesen Kindern zu arbeiten, macht einfach nur Spaß“ sagte Tereza Hejtmankova, neue tschechische Stipendiatin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, die jetzt in der Umweltbildungsabteilung des Parks erkundet, wie im Bayerwald die Jugendarbeit ausschaut. „Wir sehen uns bestimmt wieder“ sagte auch sie, diesmal im Sommer 2013 im NP Podyjí.

Rainer Pöhlmann

 

Bildunterschrift:

Die Jugendlichen aus den grenzüberschreitenden Nationalparkregionen trotzten dem schlechten Wetter beim Aufstieg zum Falkenstein nach dem Motto: Hauptsache, wir haben uns gemeinsam wiedergesehen.

Foto: P. Storch

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