Vortrag im Haus zur Wildnis

Pressemitteilung Nr. 121/09

Datum: 01.09.2009

Im Rahmen der Naturkundlichen Reihe veranstaltet die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald am Mittwoch, dem 9. September um 19.30 Uhr im Besucherzentrum Haus zur Wildnis einen ca. zwei Stunden dauernden Vortrag mit wissenschaftlichem Hintergrund mit dem renommierten Pilz-Experten Heinrich Holzer aus München.

Die Formen- und Farbenfülle der Pilze ist schier unendlich. Pilze sind weder Pflanzen noch Tiere - sie bilden ein eigenständiges Reich. Pilze besetzten im Wald nahezu alle ökologischen Nischen und haben unterschiedlichste Aufgaben im Naturhaushalt. Ob als Symbiosepartner der Bäume oder als Holzzersetzer - und hier nicht nur mit der Aufgabe zu verhindern, dass die Wälder unter der Last ihres eigenen Abfalls ersticken, sondern den Nährboden für neues Leben bereiten. Gerade im Nationalpark mit seinem reichen Vorkommen an lebendigem Totholz kommt den Pilzen eine spezielle ökologische Aufgabe zu. Doch es geht nicht nur um die Hudersau, sondern auch um sehr seltene Pilzarten, gefördert durch die einzigartigen Strukturen im Nationalpark, für die wir eine besondere Verantwortung tragen. Bis Ende der 1980er Jahre konnten ca. 1.300 Pilzarten im Nationalpark nachgewiesen werden.

Seit einigen Jahren verstärkt die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald ihre Forschungsaktivitäten im Bereich der Mykologie. Hierbei treten immer wieder neue und besondere Arten für den Nationalpark auf. Der sehr engagierte Pilzexperte Heinrich Holzer aus München, integriert in vielen Forschungsprojekten des Nationalparks, wird eine Vielzahl von einzigartigen Pilzen des Nationalparks vorstellen und ihre Lebensweise erläutern. Manche von ihnen wachsen deutschlandweit nur im Nationalpark Bayerischer Wald, von manchen sind weltweit nicht einmal zehn Fundorte bekannt.

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