Bären im Böhmerwald - ein jagdhistorischer Rückblick

Pressemitteilung Nr. 024/09

Datum: 23.02.2009

Im Rahmen der kulturhistorischen Vortragsreihe der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald referiert am Donnerstag, dem 26. Februar im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald die Tiermedizinerin und passionierte Jägerin Dr. Sigrid Krieger-Huber über die Jagd auf Meister Petz im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet. Der Eintritt ist frei.

Als der Böhmerwald noch ein abgelegener, weitgehend dichter Urwald und die Besiedelung spärlich war, konnten sich die großen Beutegreifer Bär, Luchs und Wolf ungestört vermehren und setzten auch dem Vieh der armen Waldbewohner zu. Übergriffe auf Menschen sind nicht überliefert.

Die Jagd auf das „Hohe Wild“ - also auch den Bären - war bis 1848 den Landesherren vorbehalten und wurde zuweilen von privilegierten Forstwarten und Jagdgehilfen ausgeführt. Das Wildbret wurde verzehrt und das Bärenschmalz galt als begehrtes Heilmittel gegen Geschwüre, Gicht, Ohrenweh und in „Brüchen und Mutterfall brauchen es sonderlich die Weiber“.

Es scheint im böhmischen, bayerischen und österreichischen Teil des Böhmerwaldes mehrere „letzte Bären“ gegeben zu haben. Im November 1856 wurde dann der vermeintlich wirklich letzte Bär in Salnau von einem Waldpfleger der Fürsten Schwarzenberg erlegt. Dem erlegten Bären wurde mit einem großen Fest auf Schloss Krumau die letzte Ehre erwiesen.

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