Schwalbennester - zwei ledige Bäuerinnen erzählen

Pressemitteilung Nr. 159/08

Datum: 28.10.2008

Autorenlesung mit Christine Zuppinger im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald

(Pö) „Nicht anders sein, gleich sein mit den anderen, so wär’s den Leuten recht gewesen.“
Mit dieser Lebenserfahrung bewirtschaften Maria und Zenzi, zwei ledige Bäuerinnen, einen Hof bei Waldkirchen im Bayerischen Wald.

Eine ganz alltägliche Geschichte könnte man meinen. Doch nicht für die in Freyung geborene und jetzt in Berlin lebende Ethnologin Christine Zuppinger. Sie erkennt in dem kleinen Hof die „Welt von gestern“ in einer Nussschale und zeichnet in faszinierend knapper, fast wie Musik klingender Sprache das Leben von Maria und Zenzi auf.

Die ledigen Schwestern sind ganz normale Leute – aber sie sind etwas Besonderes. Die Zenzi nimmt jeden Abend ein Bad im eiskalten Brunnen; Maria hofft auf gute Aufnahme im Jenseits. Land und Hof wollen sie trotz ihres Alters nicht verkaufen. Wie langweilig wäre das Leben ohne Brotbacken und mit den Tieren sprechen.

Die Bäuerinnen sind etwa siebzig Jahre alt, als Christine Zuppinger sie kennenlernt und wiederholt besuchen wird. Erst begegnet sie gesunder Distanz, dann beginnen die Frauen zu erzählen. Sie stecken voller Erinnerungen und sind zugleich ganz der Gegenwart zugewandt.

Christine Zuppinger liest aus dem im Steidl Verlag erschienenen Buch „Schwalbennester – zwei ledige Bäuerinnen erzählen“ am Dienstag, dem 11. November um 20.00 Uhr im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald. Der Eintritt ist frei. Unter den Zuhörern werden zudem fünf Exemplare des Buches verlost.

Christine Zuppinger hat mehrere Jahre in Sizilien gelebt und dort über einen traditionsreichen Markt in Palermo sowie über die Bewohner eines Altenheims in St. Angelo di Brolo geforscht. Derzeit arbeitet sie an einer Untersuchung über die Veränderung der Lebensbedingungen sizilianischer Hirten.

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