Bayerischer Wald
Statt maroder Brücke weiterer barrierearmer Weg
Erlebnisweg Aufichtenwald in Spiegelau wird nach Brückenabriss weiter ausgebaut
Pressemitteilung Nr. 46/2026

Die marode Brücke nördlich der Natur-Kneippanlage wird seit einigen Tagen rückgebaut. (Foto: Martin Plechinger/Nationalpark Bayerischer Wald)

Ähnlich wie der Erlebnisweg Großer Filz bei Riedlhütte wird auch der Erlebnisweg Aufichtenwald barrierearm ausgebaut und teilweise über Bohlenstege geführt. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)
Spiegelau. An der Schwarzachstraße in Spiegelau laufen seit einigen Tagen Abrissarbeiten. Eine marode Brücke nördlich der Natur-Kneippanlage wird vollständig rückgebaut. Statt eines weiteren und kostenintensiven Ersatzbaus als Querungshilfe über die Schwarzach wird der Erlebnisweg „Aufichtenwald“ ausgebaut und damit zum fünften barrierearmen Wanderweg im Nationalpark. Bis Mitte August ist geplant, die Arbeiten abzuschließen.
„Eine neue Brücke im Bereich der Natur-Kneippanlage hätte mindestens 350.000 Euro gekostet“, rechnet Josef Wanninger, Leiter des Sachgebietes Servicezentren und Bauwesen vor. „Da im unmittelbaren Umfeld, also im Kurpark und auf dem Hackingergelände, ohnehin zwei Möglichkeiten bestehen, die Schwarzach fußläufig zu überqueren, haben wir uns gegen einen Ersatzneubau entschieden.“ Stattdessen wird der Erlebnisweg „Aufichtenwald“ zum barrierearmen Wanderweg ausgebaut, der nun am östlichen Bachufer zwischen der Kneippanlage und dem alten Waldbahngleis über einen Bohlensteg verläuft. „Das ist die bessere Variante, da der Weg leicht erhöht näher am Gewässer geführt werden kann und damit ein attraktiverer Wegeverlauf möglich ist“, erklärt Wanninger. „Der barrierearme Ausbau fügt auch unserem Anspruch, ein Nationalpark für Alle zu sein, einen weiteren Baustein hinzu.“ Bei der Gemeinde Spiegelau stießen die Pläne im Vorfeld ebenfalls auf ein positives Echo.
Ein rund 75 Meter langes Stück des barrierearmen Bohlenstegs entlang des östlichen Ufers der Natur-Kneippanlage konnte bereits fertig gestellt werden. „Nach dem vollständigen Rückbau des Brückenbauwerks ist geplant, mit einer rund 25 Meter langen Rampe, die nur eine maximale Steigung von sechs Prozent haben darf, einen Anschluss an den bereits bestehenden Fußweg zu schaffen“, erklärt Florian Porst, im Nationalpark für das Besuchermanagement zuständig. „Weitere Abschnitte des Erlebniswegs, die noch nicht den barrierearmen Richtlinien entsprechen, werden zu Wegen in wassergebundenen Bauweise ausgebaut.“ Das betreffe zum Beispiel auch den Wegeanschluss zum Kurpark in Spiegelau. Über den neuen barrierearmen Bohlensteg ist der Zugang zur Kneippanlage von Norden kommend weiterhin gewährleistet. Bis Mitte August sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Auf der Schwarzachstraße kann es währenddessen zu kurzzeitigen Behinderungen kommen. Eine Vollsperrung ist jedoch nicht notwendig.
Bildunterschriften:
- Die marode Brücke nördlich der Natur-Kneippanlage wird seit einigen Tagen rückgebaut. (Foto: Martin Plechinger/Nationalpark Bayerischer Wald)
- Ähnlich wie der Erlebnisweg Großer Filz bei Riedlhütte wird auch der Erlebnisweg Aufichtenwald barrierearm ausgebaut und teilweise über Bohlenstege geführt. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)
Weitere Informationen:
- Zum Thema Aktuell: https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/aktuelles/index.htm
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