"Tschechischer Tag" lockt Besucher ins Hans-Eisenmann-Haus
Künstler geben exklusive Einblicke in Entstehung aktueller Foto-Ausstellung
Eintrag Nr. 24/2026
Datum: 28.08.2026


Neuschönau. Die seit Mitte Juli laufende Fotoausstellung „Verlassene Wunder“ im Hans-Eisenmann-Haus im Nationalparkzentrum Lusen stand am vergangenen Wochenende erneut im Mittelpunkt. Bei einem „Tschechischen Tag“ gaben die beiden Fotokünstler Klaus Ditté aus Passau und Martin Sichinger aus Prag exklusive Einblicke in die Entstehung ihrer Werke und die Geschichten hinter ihren Bildern. Zudem stand eine Gesprächsrunde zum Buch „Begegnungen“ mit Autor Edmund Stern auf dem Programm.
Hauptantrieb sei die bewegte Siedlungsgeschichte der Grenzregion, erklärte Fotograf Klaus Ditte: „Am Grenzübergang Bučina lässt sich noch heute erahnen, wie der Eiserne Vorhang die Region über Jahrzehnte prägte.“ Zudem ließen Mauerreste und einsame Kreuze an Wegesrändern erahnen, wie viele Menschen entlang der Grenze einst lebten. Bei zahlreichen gemeinsamen Wanderungen hielten Ditté und Sichinger diese stummen Zeitzeugen in ausdrucksstarken schwarz-weiß Bildern fest. Bei einer Führung durch die Fotoausstellung sprachen und diskutierten sie mit den interessierten Besuchern der Veranstaltung ausgiebig über ihre Motive und deren geschichtlichen Hintergrund. Nach einer Lesung mit Autor Edmund Stern gab es bei typisch böhmischen Spezialitäten weitere Gelegenheit zu anregenden Gesprächen. Vilma Sichingerová, die Frontfrau der Prager Art Pop Band „Aprés“, umrahmte die Veranstaltung musikalisch. Von der gelungenen Veranstaltung gibt es auch ein Video auf dem YouTube-Kanal des Nationalparks.
Die Fotoausstellung „Verlassene Wunder“ ist noch bis zum 14. Februar 2027 im Hans-Eisenmann-Haus zu sehen. Der Eintritt ist frei.


