Die kleine Botschafterin der Biodiversität

Der Waldbikenmaus unter die Arme greifen: Mit BahnBonus Prämienpunkten Artenschutzprojekt unterstützen

Eintrag Nr. 06/2026
Datum:


Waldbirkenmäuse sind Meister im Klettern. Foto: Richard Kraft
Waldbirkenmäuse sind Meister im Klettern. Foto: Richard Kraft

Das Reschbachtal zwischen Mauth und Finsterau bietet Lebensraum für die Waldbirkenmaus. Foto: Annette Nigl
Das Reschbachtal zwischen Mauth und Finsterau bietet Lebensraum für die Waldbirkenmaus. Foto: Annette Nigl

Die Waldbirkenmaus im Porträt. Quelle: BUND
Die Waldbirkenmaus im Porträt. Quelle: BUND

Mauth. Luchs, Rothirsch oder Habichtskauz: Oft sind es die großen Arten, die für Aufmerksamkeit sorgen. Dabei sind viele Schätze der Biodiversität weitaus kleiner. Da wäre zum Beispiel die nicht einmal acht Zentimeter große Waldbirkenmaus. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, kurz BUND, will dem Nager nun unter die Arme greifen – und bekommt dabei zusätzliche Unterstützung von Reisenden der Deutschen Bahn.

Im Kern des vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz sowie der Europäischen Union finanzierten Projekts geht’s darum, Waldbirkenmaus-Lebensräume am Grünen Band zu optimieren und besser zu verbinden. „Dies kommt gleichzeitig einer Vielzahl anderer hochgradig gefährdeter Arten, wie Hochmoor-Laufkäfer und Randring-Perlmuttfalter, zugute“, sagt Melanie Kreutz vom Nationalen BUND Kompetenzzentrum Grünes Band. „Denn die Waldbirkenmaus steht exemplarisch für Arten, die auf einen funktionierenden Biotopverbund von Feucht- und Moorlebensräumen angewiesen sind.“

Die Waldbirkenmaus benötigt Moore, Hochstaudenfluren und kurzrasige Bereiche, aber auch alte Bäume und Gebüsche
zum Überleben. Bayerisches Kern-Verbreitungsgebiet ist das Grüne Band entlang der bayerisch-böhmischen Grenze, vom Reschbachtal im Nationalpark bis hinüber ins Dreisesselgebiet. Im Freistaat lebt die Maus sonst noch im Oberallgäu, deutschlandweit kommt nur ein weiterer Standort in Schleswig-Holstein dazu. „Damit haben wir eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser Art“, so Kreutz. Vor allem die räumliche Isolation ist aktuell ein großes Problem. So sind die grenznahen bayerischen Vorkommen etwa nur unzureichend gut mit den Lebensräumen im angrenzenden Nationalpark Šumava vernetzt. Es gibt also kaum genetischen Austausch.

Erste Maßnahmen zur Verbesserung der bekannten Waldbirkenmaus-Habitate wurden bereits 2025 umgesetzt. Dabei wurden etwa bei Finsterau und Hinterschmiding wertvolle Feuchtlebensräume entbuscht und in die Pflege genommen. Bei Annathalmühle konnte ein bisher komplett verrohrter Bach wieder in ein mäandrierendes, naturnahes Bett umgestaltet werden. An dessen Ufer wachsen nun wieder die für die Waldbirkenmaus so wichtigen Hochstauden und Weidengebüsche. Weitere Puzzlestücke in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau sollen bis Ende 2028 hauptsächlich auf dem
Gebiet des Naturparks Bayerischer Wald folgen.

Neben den verbesserten Lebensräumen zählt auch ein intensivierteres Monitoring zum Projekt. Mittels Fotofallen, Citizen-Science-Aktionen und anderen Erfassungen wollen die Verantwortlichen mehr darüber erfahren, wie die Waldbirkenmaus im Jahresverlauf ihren Lebensraum nutzt. Dank dieser Informationen können die angepeilten Naturschutzvorhaben noch besser auf die Bedürfnisse des Nagers abgestimmt werden.

DARUM ENGAGIERT SICH DIE DEUTSCHE BAHN

Fahrtziel Natur, die Kooperation der großen Umweltverbände BUND, NABU, VCD und der Deutschen Bahn, setzt sich seit 25 Jahren dafür ein, dass Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate in Deutschland, Österreich und der Schweiz nachhaltig bereist werden können. Der Nationalpark und der Naturpark Bayerischer Wald sind engagierte Partner der Kooperation – und profitieren nun tierisch von BahnBonus Prämienpunkten, wie Kathrin Bürglen, Leiterin von Fahrtziel Natur, erklärt.

Seine BahnBonus Prämienpunkte kann man nicht nur in Bahn- oder Sachprämien umwandeln, sondern auch an gemeinnützige Aktionen spenden. Warum ist es Ihnen wichtig, BahnBonus Teilnehmenden solche Möglichkeiten zu geben?

Kathrin Bürglen: „Die Deutsche Bahn bringt Tag für Tag viele Millionen Reisende klimafreundlich an ihr Ziel. Diesen Wettbewerbsvorteil stärken wir auch mit BahnBonus, das Bahnreisen mit attraktiven und gleichzeitig ökologisch nachhaltigen Prämien belohnt. Dafür haben wir ausgewählte ökologische Schutzprojekte als Spendenprämien in die BahnBonus PrämienWelt aufgenommen. Somit können Teilnehmende gezielt die Artenvielfalt unterstützen.“

Die Waldbirkenmaus ist wahrscheinlich eine der kleinsten Profiteure von BahnBonus Prämienpunkten. Was macht das Projekt ihrer Meinung nach so unterstützenswert?

Kathrin Bürglen: „Mit der Spendenprämie zum Schutz der Waldbirkenmaus können BahnBonus Teilnehmende biodiversitätssteigernde Maßnahmen des BUND im Fahrtziel Natur-Gebiet Nationalpark und Naturpark Bayerischer Wald unterstützen. Die Waldbirkenmaus als eines der seltensten und kleinsten Säugetiere Europas steht dabei exemplarisch für weitere Arten, die von den Maßnahmen zur Verbesserung und Vernetzung von Lebensräumen profitieren. In der PrämienWelt wird für die BahnBonus Teilnehmenden transparent und nachvollziehbar erklärt, wie die gespendeten Prämienpunkte eingesetzt werden.“

DEINE SPENDE FÜR DIE WALDBIRKENMAUS

BahnBonus ist das Vorteilsprogramm der Deutschen Bahn. Teilnehmende können bei jedem Kauf von Fahrkarten oder BahnCards Prämien- und Statuspunkte sammeln. Schon ab 20 gesammelten Prämienpunkten können Teilnehmende auf www.bahnbonus-praemienwelt.de für das Projekt zum Schutz der Waldbirkenmaus und weitere Schutzprojekte in Fahrtziel
Natur-Gebieten spenden. 

 

Info: Dieser Bericht stammt aus der Frühlingsausgabe des Magazins "Unser wilder Wald". Das komplette Heft ist auch im PDF-Format verfügbar.

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