200 Gäste kommen zum Neujahrsempfang des Nationalparks
Ausblick auf 2026 - Neue Dauerausstellung für das Hans-Eisenmann-Haus und zwei Gehege in Ludwigsthal
Eintrag Nr. 01/2026
Datum: 13.01.2026
Neuschönau. Es war ein rundum gelungener Abend - auch wenn Eis und Schnee einige angemeldete Gäste davon abgehalten haben, zum Neujahrsempfang des Nationalparks Bayerischer Wald zu kommen. Trotz allem konnte Leiterin Ursula Schuster rund 200 Gäste im Hans-Eisenmann-Haus bei Neuschönau begrüßen.
„Wie sehr Sie alle den Nationalpark schätzen, wird heute sichtbar in der großen Zahl der Gäste, die gekommen sind“, sagte Ursula Schuster in ihrer Rede. „Heute sieht und spürt man die Verbundenheit zwischen Schutzgebiet und Region – und für mich fühlt es sich an wie bei einem großen Familientreffen.“ Ursula Schuster richtete einen Blick auf das, was in diesem Jahr geplant ist. „Was ich schon jetzt versprechen kann: Es sind Projekte, die unseren Nationalpark weiter stärken und unsere Region noch lebenswerter machen.“
Im Jahr 2022 habe man das wichtigste Ziel – und zwar eine Naturzone von mindestens 75 Prozent – erreicht. Die Naturschutzarbeit geht dennoch weiter, allerdings nicht in der Naturzone, sondern in der Managementzone. „Seit vergangenem Jahr haben wir dort damit begonnen, sensible Lebensräume zu schützen und zu verbessern.“ Dies kann der Erhalt von Offenflächen sein, so wird heuer ein dritter Schachten in die Schachtenbeweidung aufgenommen, die Wiedervernässung von Mooren oder die Förderung von seltenen Baum-, Pilz- oder Pflanzenarten.
Borkenkäfergeschehen weiter im Blick
Auch das Borkenkäfergeschehen habe man weiter im Blick. „Wir legen keine Pause ein, nur weil wir im vergangenen Jahr einen Tiefstand beim Borkenkäferholz verzeichnen konnten.“ Auch 2026 sei die Verwaltung wieder mit ausreichend Personal und Unternehmerleistungen bestens vorbereitet. Investiert werde auch in Bereichen, die jeder direkt zu spüren bekomme, wie bei Wegeinstandhaltungen und Brückensanierungen.
„Doch in diesem Jahr stehen weit größere Investitionen an“, so Schuster. Gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Passau werde die Verwaltung die Sanierung des Waldschmidthauses fortsetzen. Die Außenhülle steht, nun geht es an den Innenausbau. „Wenn alles nach Plan verläuft, können wir in der Wandersaison 2027 das Schutzhaus wieder für Wanderer und Übernachtungsgäste eröffnen.“
Dank für die Begeisterung, das Vertrauen und die Rückendeckung
Auch das Versprechen, das Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal attraktiver zu gestalten, wurde eingehalten. Neben neuen Spielstationen für Kinder werden im April zwei neue Gehege für Feuersalamander und Gelbbauchunken eröffnet. „Und kurz vor Weihnachten hat uns die Nachricht erreicht, dass wir Interreg-Fördergelder erhalten, um hier im Hans-Eisenmann-Haus eine neue Dauerausstellung zu bauen“, so die Nationalparkleiterin.
Die 16 Jahre alte Exposition ist bald Geschichte und wird abmontiert, seit 1. Januar laufen die Arbeiten für das neue Konzept. „So viel kann ich schon verraten: Wir planen einen Spaziergang durch unsere Natur, durch unsere Wälder, über unsere Schachten, bis hin zum Lusen in der bereits existierenden Waldwerkstatt.“ Unterwegs werden Besucher Protagonisten treffen, die erzählen, wie sich die Arbeit der Nationalparkverwaltung auf die Biodiversität auswirkt. Für die Region bedeutet diese neue Dauerausstellung einen Besuchermagneten mehr. „Letztendlich ist die Zusage mit einer Förderung von fast 1,9 Millionen Euro für uns alle ein Gewinn.“ Möglich macht das nur die Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Šumava. „Die Kolleginnen und Kollegen dort werden im Rahmen des Interreg-Projektes die Infostelle in Stožec neu gestalten.“ Beide Ausstellungen ergänzen sich thematisch, sind dreisprachig, barrierearm und auf Familien ausgerichtet.
Am Ende dankte Schuster allen Gästen nicht nur für ihr Kommen, sondern auch „für Ihre Begeisterung für die einzigartige Wildnis, die sich im Nationalpark entwickelt, sowie für Ihr Vertrauen, das Sie uns als Verwaltung entgegenbringen, und für Ihre Rückendeckung“. Schusters Dank galt auch allen Kolleginnen und Kollegen. „Sie bringen jeden Tag ihre ganze Kraft und ihr außergewöhnliches Engagement ein – als Herzstück unseres gemeinsamen Erfolgs.“
Das Catering hat an dem Abend Karel Maxa, Betreiber der Küche im Wildniscamp am Falkenstein, übernommen, für die richtigen Töne sorgte das Trio „Im Sitzn“.
Fotos und Videos vom Abend
Auf dem Facebook-Auftritt des Nationalparks sind viele weitere Bilder veröffenlticht. Zudem gibt's auf Instagram ein paar bewegte Eindrücke vom Abend. Und auf dem YouTube-Kanal des Schutzgebiets gibt Nationalparkleiterin Ursula Schuster nochmal einen Ausblick auf die Top-3-Themen für 2026.



