Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

Radfahren im Nationalpark

Weitläufige Rad- und Reitwege im Nationalpark Bayerischer Wald (Foto: Alice Alteneder)

Mehr als 200 km markierte Radwege durchziehen den Nationalpark und verbinden an drei Grenzübergängen für Fußgänger und Radfahrer bei Ferdinandsthal / Debrník, Gsenget / Prášily und Teufelshäng / Bučina den Nationalpark Bayerischer Wald mit dem Nationalpark Šumava.

Die Topographie (viele Bergstrecken) erfordert zwar gute Kondition, die Wege sind von Ihrer Oberflächenbeschaffenheit aber so ausgelegt, dass ein gutes Tourenrad zweckmäßig, ein ausgesprochenes Mountainbike jedoch nicht erforderlich ist.

Die Radwege führen Sie nahe an die „Highlights“ des Nationalparks heran, die häufig durch reine Wanderwege erschlossen sind. An den Verknüpfungspunkten zwischen Rad- und Wanderwegen bieten wir Ihnen Fahrradabstellplätze mit Haltebügeln zum sicheren Abschließen Ihres Fahrrades an, damit Sie ggf. eine kleine Ergänzungswanderung in Ihre Radtour einschieben können.

E-Bikes werden straßenverkehrsrechtlich wie Fahrräder behandelt - soweit es sich um sog. Pedelecs handelt, die Motorkraft nur unterstützend liefern und nicht vollständig ohne den Einsatz von Muskelkraft selbsttätig fahren. Entsprechend kann mit dieser Art von E-Bikes das Radwegenetz auch im Nationalpark genutzt werden.

Segways hingegen fahren rein motorgetrieben und sind auf den Radwegen im Nationalpark nicht erlaubt. Daran ändert auch eine Begrenzung der Maximalgeschwindigkeit (z.B. auf 20 km/h) nichts. Mit Segways können im Nationalpark nur Straßen genutzt werden, die für den öffentlichen Verkehr freigegeben sind.

Im Nationalpark gibt es vornehmlich Wander- und Radwege, wobei eine gleichzeitige Nutzung durch Reiter nicht möglich ist. Durch den Klingenbrunner Wald führt der einzige Reitweg im Nationalpark, der ein Verbindungsstück für das Reitwegenetz im Nationalparkvorfeld darstellt. Auf den sonstigen Wegen im Nationalpark ist das Reiten jedoch nicht gestattet.

Die Radwege im Nationalpark und dem Nationalparkvorfeld sind mit Ziffern auf folgendem Symbol gekennzeichnet: Radweg




Benutzung von E-Bikes und Segways im Nationalpark

Das Angebot von Touren mit E-Bikes (Pedelecs) und Segways nimmt sprunghaft zu, genauso wie die Anfragen, welche Wege im Nationalpark mit welchen fahrbaren Untersätzen genutzt werden dürfen.

Den rechtlichen Hintergrund für die Entscheidung, die zusammen mit der Regierung von Niederbayern erarbeitet wurde, liefert ein aktuelles Schreiben des StMUG (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz). Konkret ist festzustellen, dass:

E-Bikes

straßenverkehrsrechtlich wie Fahrräder behandelt werden - soweit es sich um sog. Pedelecs handelt, die Motorkraft nur unterstützend liefern und nicht vollständig ohne den Einsatz von Muskelkraft selbsttätig fahren. Entsprechend kann mit dieser Art von E-Bikes das Radwegenetz auch im Nationalpark "genutzt werden".

Segways

hingegen fahren rein motorgetrieben und sind auf den Radwegen im Nationalpark "nicht erlaubt" - genauso wie "selbsttätig fahrende E-Bikes" und "E-Quads". Daran ändert auch eine Begrenzung der Maximalgeschwindigkeit (z. B. auf 20 km/h) nichts. Mit Segways können im Nationalpark nur Straßen genutzt werden, die für den öffentlichen Verkehr freigegeben sind. Für Fahrberechtigungen innerhalb von Sperrzeiten sind ggf. Ausnahmegenehmigungen von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde (z. B. Landratsamt bei Kreisstraßen, Gemeinden bei Gemeindestraßen) einzuholen.