Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

„Natur für alle“ im Nationalpark Bayerischer Wald

Riech- und Tastmauer im Pflanzen-Freigelände (Foto: Maria Hußlein)

Im Dezember 2010 wurde von der EU die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ratifiziert. In diesem völkerrechtlichen Vertrag werden die Menschenrechte für die Lebenssituation behinderter Menschen konkretisiert, um ihnen die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen (Stichwort: „Inklusion“). Doch auch für die immer älter werdende Bevölkerung ganz allgemein stellen z. B. stolperfreie Wege sowie geringe Steigungen und Gefälle eine notwendige Voraussetzung für die Zugänglichkeit vieler Einrichtungen und Areale dar.

Die Zielsetzung der Barrierefreiheit - Einrichtungen und Angebote für alle Menschen jedweder Behinderung „in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar“ (§ 4 Behindertengleichstellungsgesetz) zu machen - ist in der Natur leider nur schwer umsetzbar. Einzigartigkeit und ständige Veränderung sind das Wesen der Natur - insbesondere in Nationalparken, wo das Motto „Natur Natur sein lassen“ oberstes Gebot ist. Dennoch stellt sich die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald der Aufgabe, bei den Besuchereinrichtungen auch im Gelände auf eine barrierearme Ausgestaltung zu achten, um die Naturerlebnismöglichkeiten einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen - auch wenn vollständige Barrierefreiheit nicht hergestellt werden kann.