Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

Besucherzentrum Hans Eisenmann Haus

Ausstellung: Der Weg in die Natur (Foto: Alice Alteneder)

Ausstellung "Geheimnis der Wildnis"

Interner Link - PDF-Download: Plakatzur Ausstellung (PDF 400 KB)

Das Hans-Eisemmann-Haus präsentiert vom 5. Februar bis 30. April 2016 Bilder des Fotofallen-Monitoring im Nationalpark Šumava

Eintritt frei

Öffnungszeiten:

Vom 26.12. bis 30.04. täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr
Vom 01.05. bis 08.11. von 9.00 bis 18.00 Uhr

Vom 09.11. bis einschließlich 25.12. geschlossen



Die Dauerausstellung "Weg in die Natur"

Hauptattraktion des Hans-Eisenmann-Hauses sind seine Ausstellungen, die Einblicke in die Welt des Nationalparks geben.

Die neue Dauerausstellung steht in dieser Tradition und setzt gleichzeitig neue Perspektiven. Der Besucher ist eingeladen, dem „Weg in die Natur“ zu folgen. Auf ihm begegnet er einer „Geschichte von Wald und Menschen“, die in vielen Facetten betrachtet und erzählt wird.

Ausstellungsrundgang

In sechs Bereichen erleben Sie die spannende Geschichte des Nationalparks, seine Pflanzen und Tiere, seine Geschichte, Aufgaben und Ziele.

Bilder vom Wald

Im Eingangsbereich zeigen zwölf Monitore Ausschnitte aus bekannten Filmen, in denen der Wald eine zentrale Rolle spielt. Diese Bilder vom Wald tragen wir oft seit unserer Kindheit mit uns. Wir verbinden sie mit unterschiedlichen Gefühlen und Stimmungen wie Angst, Sehnsucht, Wünsche, Erinnerungen

Ideen und Ziele

Dieser Raum gibt eine kurze Einführung in die globale Nationalparkidee und stellt die Aufgaben, Ziele und Landschaft des Nationalparks Bayerischer Wald vor. Im ersten Raumabschnitt befindet sich im Zentrum eine Säule, in dessen Innenteil der Leitsatz Natur Natur sein lassen schwebt - das Ideal der Nationalparke. An den Wänden zeigen drei große Zahnräder, was die späte Industrialisierung im 19. Jahrhundert mit der Entstehung von Nationalparken zu tun hat. Drei kurze Animationsfilme demonstrieren, warum Schutzgebiete für den Klima- und Artenschutz wichtig sind.

Im zweiten Abschnitt werden an einem großen Geländemodell der Nationalpark Bayerischer Wald und sein Nachbar-Nationalpark Šumava mit Informationen zu ihren Lebensräumen, umliegenden Schutzgebieten und zum Waldmanagement präsentiert.

Schritte zur Natur

Wie wurde die Nationalparkidee Natur Natur sein lassen im Nationalpark Bayerischer Wald umgesetzt? Der Hauptteil der Ausstellung zeigt den Weg, den der Wald und die Menschen seit über 40 Jahren schrittweise gemeinsam gehen.

Gleich einem barocken Heckentheater reihen sich verschiedene Schichten des Waldes hintereinander auf. Auf der Vorderseite der Wände repräsentieren große Bilder vom Wald die vier bedeutenden Entwicklungsschritte des Nationalparks:

• die Anfänge des Nationalparks, als zunächst noch Holznutzung stattfand
• die Umbrüche, als man nach dem großen Windwurf von 1983 begann, den Wald sich selbst zu überlassen
• die massenhafte Vermehrung des Borkenkäfers in den 1990er Jahren
• die Gründung des tschechischen Nationalparks Šumava und die Erweiterung des Nationalparks Bayerischer Wald.

Das Schlussbild an der letzten Wand imitiert das Gemälde "Wanderer über dem Nebelmeer" von Caspar David Friedrich. Der Wanderer steht auf dem Lusen und blickt in die Weite – ein Ausblick in die Zukunft dieses großen Schutzgebietes.

Alt und reich

Im nächsten Abschnitt bildet eine große Vitrine mit einem Miniaturwald den Mittelpunkt. Sie zeigt eine Waldfläche im Nationalpark, die seit über 100 Jahren nicht genutzt wird. Viele Arten sind von diesen "alten" Wäldern abhängig. Auf der dreidimensionalen Raumskulptur, die gleich einer Wurzel sich im Raum verzweigt, finden sich eine Auswahl dieser zum Teil sehr seltenen und im Verborgenen lebenden Arten. Kinder können sich an einem großen Waldpuzzle erproben, es sich in einer Leseecke oder einem Eichhörnchenkobel gemütlich machen oder mit der Taschenlampe in der Dunkelkammer den Geheimnissen der Nacht auf der Spur sein.

Spuren

Im Obergeschoss dreht sich zunächst alles um die Spuren der großen Tiere. Auf der Fensterseite zeigt eine Sammlung von Gegenständen, wie vielfältig die Tiere in unserer Alltagskultur zu finden sind. Und gegenüber finden sich ihre Spuren in der Natur: Trittspuren und andere Spuren von Luchs, Auerhuhn oder Wanderfalke.

Forschen

Der letzte Bereich der Ausstellung gibt einen Einblick in die Forschungsarbeit des Nationalparks. Spezielle Geräte werden hier präsentiert, wie z. B. eine Fotofalle aus der Luchsforschung, die Fotos von den Besuchern macht, die kurz an der Fotogalerie erscheinen. (Die Fotos werden nicht gespeichert, sondern sofort wieder gelöscht).

Den Ausstieg der Ausstellung bildet das Tor zum Wald, ein Tunnel mit einem Panoramafoto aus dem Nationalpark. Das Licht im Tunnel ändert sich und beschreibt innerhalb von fünf Minuten einen Tageszyklus. Der Tunnel stellt die Verbindung zum tatsächlichen Wald im Nationalpark dar – eine Einladung, den Wald auch draußen, in der Natur, aktiv zu erleben.

Tor zum Wald

Ausatmen. In einem Moment des Innehaltens nimmt der Besucher die Ästhetik der künstlichen Waldstimmung in sich auf. Durch einen Tunnel schreitet er sodann in das eigentliche Exponat, den Wald.