Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

Steinzeithöhle im Tier-Freigelände im Nationalparkzentrum Falkenstein

Höhlenmalerei

Eine Reise ins Eiszeitalter des Bayerischen Waldes

Der Blick in die Vergangenheit beginnt in der Steinzeithöhle mit einer Zeitreise in die Urgeschichte.

Naturnahe, dünnbesiedelte Waldlandschaften - Heimat der Rothirsche. Über Jahrmillionen bestimmte das Klima und nicht der Mensch das Geschehen auf der Erde. Warmphasen brachten üppige Pflanzen- und Baumbestände und eine reichhaltige Tierwelt hervor, tropischwarme Temperaturen ließen Gesteine rasch verwittern und Böden erodieren.

Vor etwa zwei Millionen Jahren verändert sich das Klima einschneidend: In den kommenden Jahrtausenden wechseln sich mehrere lange Kälteperioden mit kurzen Warmphasen ab.

Die bisher hier vorherrschenden Wälder verlagern sich in den wärmeren Süden. Genügsame und kälteverträgliche Gräser, Zwergsträucher und Flechten wandern in die eisfreien Gebiete ein. Eine artenreiche Tundra überzieht weite Teile der Landschaft. Mit der Kältesteppe kommen auch andere Tierarten in unseren Raum. Wildpferd, Rentier, Moschusochse, Wollnashorn und Mammut durchstreifen die meist baumlosen Gebiete. Ihre saisonalen Wanderungen führen sie auch ins Innere des heutigen Bayerischen Waldes.

Wie es wohl war, als unsere Ahnen den damaligen Großtieren begegneten, die die Landschaft des Bayerischen Waldes im Eiszeitalter durchstreiften?

Mit dem Tier-Freigelände bei Ludwigsthal greifen wir dieses spannende Thema auf. Auerochsen, Wisente, Wildpferde - imposante Huftiere, die während der Eiszeiten hier heimisch waren, können vom Besucherweg aus beobachtet werden. Er führt in eine dunkle Felshöhle, wo eindrucksvolle Höhlenmalereien von lebensnah skizzierten Wildtieren rekonstruiert wurden.

Bildnisse von dahinstiebenden Rinderherden und flüchtigen Wildpferden auf den Felswänden erzählen von der außergewöhnlichen Beobachtungsgabe der „alten Meister“, der besonderen Beziehung der Steinzeitmenschen zur damaligen Tierwelt und deren Zusammenleben

Ein informativer Film, Schautafeln und 3D-Animationen illustrieren zudem den Wandel von Klima, Landschaft und Tierwelt seit der letzten Eiszeit und der beginnenden Nacheiszeit und zeigen, wie der Mensch durch Neuerungen in der Jagdtechnik auf diese Umwelt- und Klimaänderungen reagierte.

Öffnungszeiten:

Die Steinzeithöhle ist täglich bis einschließlich 31.03. von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr, ab 01.04. bis 18.30 Uhr geöffnet.

Eintritt frei!